Zusatzaufgabe: Mathematik zum Wochenanfang – Lösung
bearbeitet von
@@Gunnar Bittersmann
> Sei *R* die Menge der rechtwinkligen Dreiecke, *D* die Menge der Dreiecke, in denen ein Innenwinkel doppelt so groß ist wie ein anderer, und *T* die Menge der Dreiecke, in denen ein Innenwinkel dreimal so groß ist wie ein anderer.
>
> Wie wir gesehen haben, ist *R* ∪ *D* ∪ *T* die Menge aller Dreiecke, die sich in zwei gleichschenklige Dreiecke zerlegen lassen.
Und wie wir [später](https://forum.selfhtml.org/meta/2017/aug/25/mathematik-zum-wochenende/1702816#m1702816) gesehen haben, ist das nicht der Fall.
Wir ändern die Aufgabe dahingehend ab, dass *D* die Menge der Dreiecke ist, in denen ein Innenwinkel doppelt so groß ist wie ein anderer, **welcher aber nicht stumpf sein darf**. (Hier lassen wir mal Matthias’ [Anmerkung](https://forum.selfhtml.org/meta/2017/aug/25/mathematik-zum-wochenende/1702819#m1702819) einfließen.)
Dann ist *R* ∪ *D* ∪ *T* tatsächlich die Menge aller Dreiecke, die sich in zwei gleichschenklige Dreiecke zerlegen lassen.
> Die Frage ist nun: Welche Dreiecke gehören jeweils zu den hell schraffierten Flächen, also (*R* ∩ *D*) ∖ *T*, (*R* ∩ *T*) ∖ *D* und (*D* ∩ *T*) ∖ *R*?
Im Folgenden werde ich der Einfachheit halber mit „Dreieck“ Klassen von Dreiecken bezeichnen, die einander ähnlich sind, also dieselben Innenwinkelgrößen haben, s.a. [diese Fußnote.](https://forum.selfhtml.org/meta/2017/aug/25/mathematik-zum-wochenende/1702461#m1702461-fn:aehnlich)
# (*R* ∩ *D*) ∖ *T*
*R* ∩ *D* sind alle rechtwinkligen Dreiecke ist, in denen ein Innenwinkel doppelt so groß ist wie ein anderer, welcher nicht stumpf sein darf. Es gibt 2 Möglichkeiten:
1. Der Innenwinkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist der rechte Winkel. Die anderen beiden Winkel sind dann jeweils ¼π = 45° groß.
2. Der Innenwinkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist nicht der rechte Winkel. Dann ergänzen sich die beiden Winkel zu ½π = 90°, ihre Größen sind also ⅙π = 30° und ⅓π = 60°. Damit ist der rechte Winkel dreimal so groß wie der kleinere der beiden anderen. Das Dreieck gehört folglich auch zu *T*, also zu *R* ∩ *D* ∩ *T*, nicht zu (*R* ∩ *D*) ∖ *T*.
Zu (*R* ∩ *D*) ∖ *T* gehört nur das gleichschenklich-rechtwinklige Dreieck.
# (*R* ∩ *T*) ∖ *D*
*R* ∩ *T* sind alle rechtwinkligen Dreiecke ist, in denen ein Innenwinkel dreimal so groß ist wie ein anderer. Es gibt wieder 2 Möglichkeiten:
1. Der Innenwinkel, der dreimal so groß ist wie ein anderer, ist der rechte Winkel. Die anderen beiden Winkel sind dann ⅙π = 30° und ⅓π = 60° groß. Damit ist der der größere der beiden doppelt so groß wie der kleinere. Das Dreieck gehört folglich auch zu *D*, also zu *R* ∩ *D* ∩ *T*, nicht zu (*R* ∩ *T*) ∖ *D*.
2. Der Innenwinkel, der dreimal so groß ist wie ein anderer, ist nicht der rechte Winkel. Dann ergänzen sich die beiden Winkel zu ½π = 90°, ihre Größen sind also ⅛π = 22½° und ⅜π = 67½°.
Zu (*R* ∩ *T*) ∖ *D* gehört nur das letztgenannte Dreieck.
# (*D* ∩ *T*) ∖ *R*
Bei *D* ∩ *T* sind 4 Fälle zu unterscheiden:
1. Der mittelgroße Winkel ist doppelt so groß, der größte Winkel dreimal so groß wie der kleinste. Die Winkel betragen also *ϕ*, 2*ϕ* und 3*ϕ*.
Mit *ϕ* + 2*ϕ* + 3*ϕ* = π ergibt sich *ϕ* = ⅙π, 2*ϕ* = ⅓π, 3*ϕ* = ½π, das dreieck ist also rechtwinklig; es gehört auch zu *R*, also zu *R* ∩ *D* ∩ *T*, nicht zu (*D* ∩ *T*) ∖ *R*.
2. Der mittelgroße Winkel ist doppelt so groß wie der kleinste, der größte Winkel ist dreimal so groß wie der mittelgroße. Die Winkel betragen also *ϕ*, 2*ϕ* und 6*ϕ*.
Mit *ϕ* + 2*ϕ* + 6*ϕ* = π ergibt sich *ϕ* = ⅟₉π = 20°, 2*ϕ* = ²⁄₉π = 40°, 6*ϕ* = ⅔π = 120°.
Der Winkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist ²⁄₉π ≤ ½π. Alles gut.
3. Der mittelgroße Winkel ist dreimal so groß wie der kleinste, der größte Winkel ist doppelt so groß wie der mittelgroße. Die Winkel betragen also *ϕ*, 3*ϕ* und 6*ϕ*.
Mit *ϕ* + 3*ϕ* + 6*ϕ* = π ergibt sich *ϕ* = ⅟₁₀π = 18°, 3*ϕ* = ³⁄₁₀π = 54°, 6*ϕ* = ³⁄₅π = 108°.
Der Winkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist ³⁄₅π > ½π. Peng, das Dreieck gehört nicht zu *D*.
4. Der größte Winkel ist dreimal so groß wie der kleinste und doppelt so groß wie der mittelgroße. Die Winkel betragen also *2ϕ*, 3*ϕ* und 6*ϕ*.
**Nachtrag:** Kudos to Matthias. Ohne ihn hätte ich diesen Fall glatt übersehen.
Mit 2*ϕ* + 3*ϕ* + 6*ϕ* = π ergibt sich 2*ϕ* = ³⁶⁰⁄₁₁π, 3*ϕ* = ⁵⁴⁰⁄₁₁π, 6*ϕ* = ¹⁰⁸⁰⁄₁₁π. (Das Umrechnen in Grad spare ich mir hier mal.)
Der Winkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist ¹⁰⁸⁰⁄₁₁π > ½π. Auch dieses Dreieck gehört nicht zu *D*.
Zu (*D* ∩ *T*) ∖ *R* gehört nur das zweitgenannte Dreieck mit den Winkeln ⅟₉π = 20°, ²⁄₉π = 40°, ⅔π = 120°. (Rechtwinklig ist es ja nicht.)
LLAP 🖖
--
“When UX doesn’t consider *all* users, shouldn’t it be known as ‘*Some* User Experience’ or... SUX? #a11y” —[Billy Gregory](https://twitter.com/thebillygregory/status/552466012713783297)
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@@Gunnar Bittersmann
> Sei *R* die Menge der rechtwinkligen Dreiecke, *D* die Menge der Dreiecke, in denen ein Innenwinkel doppelt so groß ist wie ein anderer, und *T* die Menge der Dreiecke, in denen ein Innenwinkel dreimal so groß ist wie ein anderer.
>
> Wie wir gesehen haben, ist *R* ∪ *D* ∪ *T* die Menge aller Dreiecke, die sich in zwei gleichschenklige Dreiecke zerlegen lassen.
Und wie wir [später](https://forum.selfhtml.org/meta/2017/aug/25/mathematik-zum-wochenende/1702816#m1702816) gesehen haben, ist das nicht der Fall.
Wir ändern die Aufgabe dahingehend ab, dass *D* die Menge der Dreiecke ist, in denen ein Innenwinkel doppelt so groß ist wie ein anderer, **welcher aber nicht stumpf sein darf**. (Hier lassen wir mal Matthias’ [Anmerkung](https://forum.selfhtml.org/meta/2017/aug/25/mathematik-zum-wochenende/1702819#m1702819) einfließen.)
Dann ist *R* ∪ *D* ∪ *T* tatsächlich die Menge aller Dreiecke, die sich in zwei gleichschenklige Dreiecke zerlegen lassen.
> Die Frage ist nun: Welche Dreiecke gehören jeweils zu den hell schraffierten Flächen, also (*R* ∩ *D*) ∖ *T*, (*R* ∩ *T*) ∖ *D* und (*D* ∩ *T*) ∖ *R*?
Im Folgenden werde ich der Einfachheit halber mit „Dreieck“ Klassen von Dreiecken bezeichnen, die einander ähnlich sind, also dieselben Innenwinkelgrößen haben, s.a. [diese Fußnote.](https://forum.selfhtml.org/meta/2017/aug/25/mathematik-zum-wochenende/1702461#m1702461-fn:aehnlich)
# (*R* ∩ *D*) ∖ *T*
*R* ∩ *D* sind alle rechtwinkligen Dreiecke ist, in denen ein Innenwinkel doppelt so groß ist wie ein anderer, welcher nicht stumpf sein darf. Es gibt 2 Möglichkeiten:
1. Der Innenwinkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist der rechte Winkel. Die anderen beiden Winkel sind dann jeweils ¼π = 45° groß.
2. Der Innenwinkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist nicht der rechte Winkel. Dann ergänzen sich die beiden Winkel zu ½π = 90°, ihre Größen sind also ⅙π = 30° und ⅓π = 60°. Damit ist der rechte Winkel dreimal so groß wie der kleinere der beiden anderen. Das Dreieck gehört folglich auch zu *T*, also zu *R* ∩ *D* ∩ *T*, nicht zu (*R* ∩ *D*) ∖ *T*.
Zu (*R* ∩ *D*) ∖ *T* gehört nur das gleichschenklich-rechtwinklige Dreieck.
# (*R* ∩ *T*) ∖ *D*
*R* ∩ *T* sind alle rechtwinkligen Dreiecke ist, in denen ein Innenwinkel dreimal so groß ist wie ein anderer. Es gibt wieder 2 Möglichkeiten:
1. Der Innenwinkel, der dreimal so groß ist wie ein anderer, ist der rechte Winkel. Die anderen beiden Winkel sind dann ⅙π = 30° und ⅓π = 60° groß. Damit ist der der größere der beiden doppelt so groß wie der kleinere. Das Dreieck gehört folglich auch zu *D*, also zu *R* ∩ *D* ∩ *T*, nicht zu (*R* ∩ *T*) ∖ *D*.
2. Der Innenwinkel, der dreimal so groß ist wie ein anderer, ist nicht der rechte Winkel. Dann ergänzen sich die beiden Winkel zu ½π = 90°, ihre Größen sind also ⅛π = 22½° und ⅜π = 67½°.
Zu (*R* ∩ *T*) ∖ *D* gehört nur das letztgenannte Dreieck.
# (*D* ∩ *T*) ∖ *R*
Bei *D* ∩ *T* sind 4 Fälle zu unterscheiden:
1. Der mittelgroße Winkel ist doppelt so groß, der größte Winkel dreimal so groß wie der kleinste. Die Winkel betragen also *ϕ*, 2*ϕ* und 3*ϕ*.
Mit *ϕ* + 2*ϕ* + 3*ϕ* = π ergibt sich *ϕ* = ⅙π, 2*ϕ* = ⅓π, 3*ϕ* = ½π, das dreieck ist also rechtwinklig; es gehört auch zu *R*, also zu *R* ∩ *D* ∩ *T*, nicht zu (*D* ∩ *T*) ∖ *R*.
2. Der mittelgroße Winkel ist doppelt so groß wie der kleinste, der größte Winkel ist dreimal so groß wie der mittelgroße. Die Winkel betragen also *ϕ*, 2*ϕ* und 6*ϕ*.
Mit *ϕ* + 2*ϕ* + 6*ϕ* = π ergibt sich *ϕ* = ⅟₉π = 20°, 2*ϕ* = ²⁄₉π = 40°, 6*ϕ* = ⅔π = 120°.
Der Winkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist ²⁄₉π ≤ ½π. Alles gut.
3. Der mittelgroße Winkel ist dreimal so groß wie der kleinste, der größte Winkel ist doppelt so groß wie der mittelgroße. Die Winkel betragen also *ϕ*, 3*ϕ* und 6*ϕ*.
Mit *ϕ* + 3*ϕ* + 6*ϕ* = π ergibt sich *ϕ* = ⅟₁₀π = 18°, 3*ϕ* = ³⁄₁₀π = 54°, 6*ϕ* = ³⁄₅π = 108°.
Der Winkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist ³⁄₅π > ½π. Peng, das Dreieck gehört nicht zu *D*.
4. Der größte Winkel ist dreimal so groß wie der kleinste und doppelt so groß wie der mittelgroße. Die Winkel betragen also *2ϕ*, 3*ϕ* und 6*ϕ*.
**Nachtrag:** Kudos to Matthias. Ohne ihn hätte ich diesen Fall glatt übersehen.
Mit 2*ϕ* + 3*ϕ* + 6*ϕ* = π ergibt sich 2*ϕ* = ³⁶⁰⁄₁₁π, 3*ϕ* = ⁵⁴⁰⁄₁₁π, 6*ϕ* = ¹⁰⁸⁰⁄₁₁π. (Das Umrechnen in Grad spare ich mir hier mal.)
Der Winkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist ¹⁰⁸⁰⁄₁₁π > ½π. Auch dieses Dreieck gehört nicht zu *D*.
Zu (*R* ∩ *T*) ∖ *D* gehört nur das zweitgenannte Dreieck mit den Winkeln ⅟₉π = 20°, ²⁄₉π = 40°, ⅔π = 120°. (Rechtwinklig ist es ja nicht.)
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Zusatzaufgabe: Mathematik zum Wochenanfang – Lösung
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@@Gunnar Bittersmann
> Sei *R* die Menge der rechtwinkligen Dreiecke, *D* die Menge der Dreiecke, in denen ein Innenwinkel doppelt so groß ist wie ein anderer, und *T* die Menge der Dreiecke, in denen ein Innenwinkel dreimal so groß ist wie ein anderer.
>
> Wie wir gesehen haben, ist *R* ∪ *D* ∪ *T* die Menge aller Dreiecke, die sich in zwei gleichschenklige Dreiecke zerlegen lassen.
Und wie wir [später](https://forum.selfhtml.org/meta/2017/aug/25/mathematik-zum-wochenende/1702816#m1702816) gesehen haben, ist das nicht der Fall.
Wir ändern die Aufgabe dahingehend ab, dass *D* die Menge der Dreiecke ist, in denen ein Innenwinkel doppelt so groß ist wie ein anderer, **welcher aber nicht stumpf sein darf**. (Hier lassen wir mal Matthias’ [Anmerkung](https://forum.selfhtml.org/meta/2017/aug/25/mathematik-zum-wochenende/1702819#m1702819) einfließen.)
Dann ist *R* ∪ *D* ∪ *T* tatsächlich die Menge aller Dreiecke, die sich in zwei gleichschenklige Dreiecke zerlegen lassen.
> Die Frage ist nun: Welche Dreiecke gehören jeweils zu den hell schraffierten Flächen, also (*R* ∩ *D*) ∖ *T*, (*R* ∩ *T*) ∖ *D* und (*D* ∩ *T*) ∖ *R*?
Im Folgenden werde ich der Einfachheit halber mit „Dreieck“ Klassen von Dreiecken bezeichnen, die einander ähnlich sind, also dieselben Innenwinkelgrößen haben, s.a. [diese Fußnote.](https://forum.selfhtml.org/meta/2017/aug/25/mathematik-zum-wochenende/1702461#m1702461-fn:aehnlich)
# (*R* ∩ *D*) ∖ *T*
*R* ∩ *D* sind alle rechtwinkligen Dreiecke ist, in denen ein Innenwinkel doppelt so groß ist wie ein anderer, welcher nicht stumpf sein darf. Es gibt 2 Möglichkeiten:
1. Der Innenwinkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist der rechte Winkel. Die anderen beiden Winkel sind dann jeweils ¼π = 45° groß.
2. Der Innenwinkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist nicht der rechte Winkel. Dann ergänzen sich die beiden Winkel zu ½π = 90°, ihre Größen sind also ⅙π = 30° und ⅓π = 60°. Damit ist der rechte Winkel dreimal so groß wie der kleinere der beiden anderen. Das Dreieck gehört folglich auch zu *T*, also zu *R* ∩ *D* ∩ *T*, nicht zu (*R* ∩ *D*) ∖ *T*.
Zu (*R* ∩ *D*) ∖ *T* gehört nur das gleichschenklich-rechtwinklige Dreieck.
# (*R* ∩ *T*) ∖ *D*
*R* ∩ *T* sind alle rechtwinkligen Dreiecke ist, in denen ein Innenwinkel dreimal so groß ist wie ein anderer. Es gibt wieder 2 Möglichkeiten:
1. Der Innenwinkel, der dreimal so groß ist wie ein anderer, ist der rechte Winkel. Die anderen beiden Winkel sind dann ⅙π = 30° und ⅓π = 60° groß. Damit ist der der größere der beiden doppelt so groß wie der kleinere. Das Dreieck gehört folglich auch zu *D*, also zu *R* ∩ *D* ∩ *T*, nicht zu (*R* ∩ *T*) ∖ *D*.
2. Der Innenwinkel, der dreimal so groß ist wie ein anderer, ist nicht der rechte Winkel. Dann ergänzen sich die beiden Winkel zu ½π = 90°, ihre Größen sind also ⅛π = 22½° und ⅜π = 67½°.
Zu (*R* ∩ *T*) ∖ *D* gehört nur das letztgenannte Dreieck.
# (*D* ∩ *T*) ∖ *R*
Bei *D* ∩ *T* sind 4 Fälle zu unterscheiden:
1. Der mittelgroße Winkel ist doppelt so groß, der größte Winkel dreimal so groß wie der kleinste. Die Winkel betragen also *ϕ*, 2*ϕ* und 3*ϕ*.
Mit *ϕ* + 2*ϕ* + 3*ϕ* = π ergibt sich *ϕ* = ⅙π, 2*ϕ* = ⅓π, 3*ϕ* = ½π, das dreieck ist also rechtwinklig; es gehört auch zu *R*, also zu *R* ∩ *D* ∩ *T*, nicht zu (*D* ∩ *T*) ∖ *R*.
2. Der mittelgroße Winkel ist doppelt so groß wie der kleinste, der größte Winkel ist dreimal so groß wie der mittelgroße. Die Winkel betragen also *ϕ*, 2*ϕ* und 6*ϕ*.
Mit *ϕ* + 2*ϕ* + 6*ϕ* = π ergibt sich *ϕ* = ⅟₉π = 20°, 2*ϕ* = ²⁄₉π = 40°, 6*ϕ* = ⅔π = 120°.
Der Winkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist ²⁄₉π ≤ ½π. Alles gut.
3. Der mittelgroße Winkel ist dreimal so groß wie der kleinste, der größte Winkel ist doppelt so groß wie der mittelgroße. Die Winkel betragen also *ϕ*, 3*ϕ* und 6*ϕ*.
Mit *ϕ* + 3*ϕ* + 6*ϕ* = π ergibt sich *ϕ* = ⅟₁₀π = 18°, 3*ϕ* = ³⁄₁₀π = 54°, 6*ϕ* = ³⁄₅π = 108°.
Der Winkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist ³⁄₅π > ½π. Peng, das Dreieck gehört nicht zu *D*.
4. Der größte Winkel ist dreimal so groß wie der kleinste und doppelt so groß wie der mittelgroße. Die Winkel betragen also *2ϕ*, 3*ϕ* und 6*ϕ*.
Mit 2*ϕ* + 3*ϕ* + 6*ϕ* = π ergibt sich 2*ϕ* = ³⁶⁰⁄₁₁π, 3*ϕ* = ⁵⁴⁰⁄₁₁π, 6*ϕ* = ¹⁰⁸⁰⁄₁₁π. (Das Umrechnen in Grad spare ich mir hier mal.)
Der Winkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist ¹⁰⁸⁰⁄₁₁π > ½π. Auch dieses Dreieck gehört nicht zu *D*.
Zu (*R* ∩ *T*) ∖ *D* gehört nur das zweitgenannte Dreieck mit den Winkeln ⅟₉π = 20°, ²⁄₉π = 40°, ⅔π = 120°. (Rechtwinklig ist es ja nicht.)
LLAP 🖖
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“When UX doesn’t consider *all* users, shouldn’t it be known as ‘*Some* User Experience’ or... SUX? #a11y” —[Billy Gregory](https://twitter.com/thebillygregory/status/552466012713783297)
Zusatzaufgabe: Mathematik zum Wochenanfang
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@@Gunnar Bittersmann
> Sei *R* die Menge der rechtwinkligen Dreiecke, *D* die Menge der Dreiecke, in denen ein Innenwinkel doppelt so groß ist wie ein anderer, und *T* die Menge der Dreiecke, in denen ein Innenwinkel dreimal so groß ist wie ein anderer.
>
> Wie wir gesehen haben, ist *R* ∪ *D* ∪ *T* die Menge aller Dreiecke, die sich in zwei gleichschenklige Dreiecke zerlegen lassen.
Und wie wir [später](https://forum.selfhtml.org/meta/2017/aug/25/mathematik-zum-wochenende/1702816#m1702816) gesehen haben, ist das nicht der Fall.
Wir ändern die Aufgabe dahingehend ab, dass *D* die Menge der Dreiecke ist, in denen ein Innenwinkel doppelt so groß ist wie ein anderer, **welcher aber nicht stumpf sein darf**. (Hier lassen wir mal Matthias’ [Anmerkung](https://forum.selfhtml.org/meta/2017/aug/25/mathematik-zum-wochenende/1702819#m1702819) einfließen.)
Dann ist *R* ∪ *D* ∪ *T* tatsächlich die Menge aller Dreiecke, die sich in zwei gleichschenklige Dreiecke zerlegen lassen.
> Die Frage ist nun: Welche Dreiecke gehören jeweils zu den hell schraffierten Flächen, also (*R* ∩ *D*) ∖ *T*, (*R* ∩ *T*) ∖ *D* und (*D* ∩ *T*) ∖ *R*?
Im Folgenden werde ich der Einfachheit halber mit „Dreieck“ Klassen von Dreiecken bezeichnen, die einander ähnlich sind, also dieselben Innenwinkelgrößen haben, s.a. [diese Fußnote.](https://forum.selfhtml.org/meta/2017/aug/25/mathematik-zum-wochenende/1702461#m1702461-fn:aehnlich)
# (*R* ∩ *D*) ∖ *T*
*R* ∩ *D* sind alle rechtwinkligen Dreiecke ist, in denen ein Innenwinkel doppelt so groß ist wie ein anderer, welcher nicht stumpf sein darf. Es gibt 2 Möglichkeiten:
1. Der Innenwinkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist der rechte Winkel. Die anderen beiden Winkel sind dann jeweils ¼π = 45° groß.
2. Der Innenwinkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist nicht der rechte Winkel. Dann ergänzen sich die beiden Winkel zu ½π = 90°, ihre Größen sind also ⅙π = 30° und ⅓π = 60°. Damit ist der rechte Winkel dreimal so groß wie der kleinere der beiden anderen. Das Dreieck gehört folglich auch zu *T*, also zu *R* ∩ *D* ∩ *T*, nicht zu (*R* ∩ *D*) ∖ *T*.
Zu (*R* ∩ *D*) ∖ *T* gehört nur das gleichschenklich-rechtwinklige Dreieck.
# (*R* ∩ *T*) ∖ *D*
*R* ∩ *T* sind alle rechtwinkligen Dreiecke ist, in denen ein Innenwinkel dreimal so groß ist wie ein anderer. Es gibt wieder 2 Möglichkeiten:
1. Der Innenwinkel, der dreimal so groß ist wie ein anderer, ist der rechte Winkel. Die anderen beiden Winkel sind dann ⅙π = 30° und ⅓π = 60° groß. Damit ist der der größere der beiden doppelt so groß wie der kleinere. Das Dreieck gehört folglich auch zu *D*, also zu *R* ∩ *D* ∩ *T*, nicht zu (*R* ∩ *T*) ∖ *D*.
2. Der Innenwinkel, der dreimal so groß ist wie ein anderer, ist nicht der rechte Winkel. Dann ergänzen sich die beiden Winkel zu ½π = 90°, ihre Größen sind also ⅛π = 22½° und ⅜π = 67½°.
Zu (*R* ∩ *T*) ∖ *D* gehört nur das letztgenannte Dreieck.
# (*D* ∩ *T*) ∖ *R*
Bei *D* ∩ *T* sind 4 Fälle zu unterscheiden:
1. Der mittelgroße Winkel ist doppelt so groß, der größte Winkel dreimal so groß wie der kleinste. Die Winkel betragen also *ϕ*, 2*ϕ* und 3*ϕ*.
Mit *ϕ* + 2*ϕ* + 3*ϕ* = π ergibt sich *ϕ* = ⅙π, 2*ϕ* = ⅓π, 3*ϕ* = ½π, das dreieck ist also rechtwinklig; es gehört auch zu *R*, also zu *R* ∩ *D* ∩ *T*, nicht zu (*D* ∩ *T*) ∖ *R*.
2. Der mittelgroße Winkel ist doppelt so groß wie der kleinste, der größte Winkel ist dreimal so groß wie der mittelgroße. Die Winkel betragen also *ϕ*, 2*ϕ* und 6*ϕ*.
Mit *ϕ* + 2*ϕ* + 6*ϕ* = π ergibt sich *ϕ* = ⅟₉π = 20°, 2*ϕ* = ²⁄₉π = 40°, 6*ϕ* = ⅔π = 120°.
Der Winkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist ²⁄₉π ≤ ½π. Alles gut.
3. Der mittelgroße Winkel ist dreimal so groß wie der kleinste, der größte Winkel ist doppelt so groß wie der mittelgroße. Die Winkel betragen also *ϕ*, 3*ϕ* und 6*ϕ*.
Mit *ϕ* + 3*ϕ* + 6*ϕ* = π ergibt sich *ϕ* = ⅟₁₀π = 18°, 3*ϕ* = ³⁄₁₀π = 54°, 6*ϕ* = ³⁄₅π = 108°.
Der Winkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist ³⁄₅π > ½π. Peng, das Dreieck gehört nicht zu *D*.
4. Der größte Winkel ist dreimal so groß wie der kleinste und doppelt so groß wie der mittelgroße. Die Winkel betragen also *2ϕ*, 3*ϕ* und 6*ϕ*.
Mit 2*ϕ* + 3*ϕ* + 6*ϕ* = π ergibt sich 2*ϕ* = ³⁶⁰⁄₁₁π, 3*ϕ* = ⁵⁴⁰⁄₁₁π, 6*ϕ* = ¹⁰⁸⁰⁄₁₁π. (Das Umrechnen in Grad spare ich mir hier mal.)
Der Winkel, der doppelt so groß ist wie ein anderer, ist ¹⁰⁸⁰⁄₁₁π > ½π. Auch dieses Dreieck gehört nicht zu *D*.
Zu (*R* ∩ *T*) ∖ *D* gehört nur das zweitgenannte Dreieck mit den Winkeln ⅟₉π = 20°, ²⁄₉π = 40°, ⅔π = 120°. (Rechtwinklig ist es ja nicht.)
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