Mathias Bigge: Korrekte Semantik (ul / dl)

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Hi molily,

Es erscheint mir viel intuitiver, hier hX-Elemente zu verwenden.

Einverstanden.

HTML hat nun mal keine Elemente fuer alle Faelle.
Das Grundvokabular, mit der sich ein HTML-Dokument strukturieren lässt, ist tatsächlich klein, kann naturgemäß nicht alle Anforderungen abdecken und verführt die Webseitenschreiber zu metonymischer oder metaphorischer Verwendung.

Als "metaphorische Verwendung" könnte ich die Verwendung von Tags für Inhalte verstehen, die teilweise ähnliche Inhalte erfassen. Was aber verstehst Du hier unter "Metonymie"? Die (unbewusst oder konventionell motivierte) Verschiebung von Referenzen auf andere Inhalte?

Der springende Punkt in der Semantikdebatte ist gerade die Einigung auf das HTML-Vokabular. .... Man kann von Überschrift zu Überschrift springen, man kann sich eine Inhaltsübersicht generieren lassen usw.

Es gibt nur wenige Tags, die wirklich einen solchen Nutzen haben, vielleicht title, das aber in zwei Funktionen auftaucht, vielleicht einige Metatags, vielleicht p und Listentags. Das Vokabular von HTML reicht für eine sehr grobere formale Strukturierung, es wird überstrapaziert, wenn man glaubt, damit wirklich differenziert Inahlte beschreiben will.

Oder - wenn du die radikale XHTML-Schiene fahren willst - bastel dir eine XML-DTD fuer die Newsliste
Damit verzichtet man gleichzeitig auf die Zugänglichkeit von HTML-Auszeichnung.

Das HTML-Markup dient für mich hauptsächlich als Anker für externe Formatierungen, die Rede von der Semantik ist für mich unglaubwürdig, weil der Informationswert gegen Null tendiert. Der Nutzen einer möglichst einheitlichen Verwendung bestimmt sich für mich vor allem in der zentralen Verwaltung von Formatvorlagen.

Viele Grüße
Mathias Bigge