Biesterfeld: Installations-Server

Hallo Leute,

in einem Rechnerraum, der an ein Uni-Netzwerk angeschlossen ist, sollen auf 30 Rechnern Ubuntu-Linux eingerichtet werden. Unsere Idee war dies über einen lokalen Installationsserver zu realisieren.

Meine Recherche führte bisher zu einem sog. PXE-Server. Dieser scheint aber ausschließlich zusammen mit DHCP zu funtkionieren, was wegen der oben erwähnten Infrastruktur ausgeschlossen werden muss. Außerdem, scheint PXE allgemein zum Booten über das Netzwerk da zu sein und damit nicht undbedingt für unseren Zweck notwendig.

So richtig bin ich also bisher nicht schlau geworden und würde mich freuen wenn der ein oder andere mal ein paar hilfreiche Suchbegriffe oder am besten gar HowTos nennen könnte.

Beste Grüße
Biesterfeld

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Art.1: Et es wie et es
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Das Kölsche Grundgesetz
  1. hi,

    in einem Rechnerraum, der an ein Uni-Netzwerk angeschlossen ist, sollen auf 30 Rechnern Ubuntu-Linux eingerichtet werden. Unsere Idee war dies über einen lokalen Installationsserver zu realisieren.

    Gute Idee.
    Auf der Distrib. CD findest Du Images zur Erstellung von Bootmedien für die Installationsclients, FDD oder CD. Z.B. gibts das Programm rawrite um aus dem DiskettenImage Bootdisketten zu machen.

    Die CD legtst Du als Kopie auf einen FTP - Server der von den Clients her erreichbar sein muss.

    Und so gehts dann weiter: Inst.Client booten, es wird ein Kernel geladen mit Netzkartentreibern. Installationsquelle angeben (Dein FTP Server) und ab die Post.

    --roro

    1. Hej Rolf,

      Und so gehts dann weiter: Inst.Client booten, es wird ein Kernel geladen mit Netzkartentreibern. Installationsquelle angeben (Dein FTP Server) und ab die Post.

      Allerdings muss ich dann immernoch mit der Boot-CD von Rechner zu Rechner laufen und übrigens auch die Installation "betreuen". Fällt mir aber auch jetzt auf ... dass das sowieso ein Problem ist. Kann ich denn auch auf einem ftp-Server einfach ein Festplatten-Image ablegen und dieses nach dem Bootvorgang einmal rüberziehen? Die Rechner haben alle die gleiche Hardwarekonfiguration. Kann ein solches Image auch verschiedene Partitionen mit sogar verschieden Betriebssystemen haben?

      Dass man z.B. die Netzwerkonfiguration im Nachhinein noch manuell vornehmen muss ist mir klar.

      Am liebsten wäre mir eine Lösung gewesen: Rechner startet, der Bootloader wählt "Netzwerkinstallation" und entweder wird einfach ein Image kopiert, oder aber die Installation startet, wobei aber die gesamte Konfiguration vorher in einem Skript o.ä. festgekegt wird, sodass die Installation selber unbetreut laufen kann.

      Aber umso mehr ich drüber nachdenke, umso weniger wird mir klar, wie das ohne DHCP funktionieren soll.

      Besten Dank und viele Grüße
      Biesterfeld

      --
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      1. hi,

        [..] Die Rechner haben alle die gleiche Hardwarekonfiguration.

        Hmm, dann machs do so: Installiere einen "Referenz" Rechner so wie der sein soll. Dann machst Du einen Device Dump (Kdo.: dd) und kopierst die "Referenz" Festplatte auf die Anderen 30, die Du dann ratz fatz eingebaut hast.

        Handarbeit evntl. nur noch mit der IP - Konfig., entfällt jedoch auch, wenn DHCP.

        --roro

      2. Hallo

        Allerdings muss ich dann immernoch mit der Boot-CD von Rechner zu Rechner laufen und übrigens auch die Installation "betreuen".

        RedHat bot früher die Möglichkeit, skriptgesteuerte Installationen durchzuführen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das auch für Ubuntu gibt. So etwas ist superbequem - und funktioniert zumindest unter Windows-NT-ähnlichen Betriebssystemen ganz hervorragend. Ich kann mir kaum mehr vorstellen, einen Windows-Rechner anders zu installieren. Hätte ich beruflich mehr mit Linux-Kisten zu tun, könnte ich Dir in dieser Frage besser helfen.

        Fällt mir aber auch jetzt auf ... dass das sowieso ein Problem ist. Kann ich denn auch auf einem ftp-Server einfach ein Festplatten-Image ablegen und dieses nach dem Bootvorgang einmal rüberziehen?

        Ob die typischen Image-Programme FTP unterstützen, weiß ich nicht. Diese Programme wie früher DriveImage (eine geniale Software) oder Acronis TrueImage haben die Fähigkeit (in Abhängigkeit vom Dateisystem) eben nicht alles zu kopieren und können dadurch schneller sein. Da bin ich aber nicht mehr auf dem Laufenden, vielleicht kann Christoph Schnauß Dir weiterhelfen.

        Die Rechner haben alle die gleiche Hardwarekonfiguration. Kann ein solches Image auch verschiedene Partitionen mit sogar verschieden Betriebssystemen haben?

        Ja, das ist vollkommen problemlos. Ich habe früher auf diese Art und Weise die Schulungsrechner meines damaligen Arbeitgebers installiert, Windows 2000, NT, 9x und Linux - alles zusammen - und ohne größere Probleme (außer der manchmal etwas wackligen Hardware).

        Dass man z.B. die Netzwerkonfiguration im Nachhinein noch manuell vornehmen muss ist mir klar.

        DriveImage Professional früher - und ich nehme an die TrueImage-Server-Lösung heutzutage boten Dir auch dafür Konfigurationsmöglichkeiten an, weitestgehend sollte dies DHCP übernehmen, insbesondere in Kombination mit dem Bezug des Rechnernamens über DHCP.

        Am liebsten wäre mir eine Lösung gewesen: Rechner startet, der Bootloader wählt "Netzwerkinstallation" und entweder wird einfach ein Image kopiert, oder aber die Installation startet, wobei aber die gesamte Konfiguration vorher in einem Skript o.ä. festgekegt wird, sodass die Installation selber unbetreut laufen kann.

        Soetwas sollte bei einer modernen Linux-Distribution ebenso möglich sein wie bei Windows. PXE wäre natürlich die bequemste Methode, da Du ohne Bootmedium auskämst.

        Aber umso mehr ich drüber nachdenke, umso weniger wird mir klar, wie das ohne DHCP funktionieren soll.

        Tja, die Frage ist, warum DHCP nicht zur Verfügung steht? Das hast Du noch nicht begründet. Ich halte den Einsatz von DHCP für grundsätzlich wünschenswert, in nahezu jeder Form von Netzwerken.

        Im Gegensatz zu Rolf bin ich von der Methode der Festplattenduplizierung _nicht_ überzeugt. Diese Methode ist für Rechnerhersteller sehr bequem, keine Frage, da hier die Festplatten eh' eingebaut werden müssen, im laufenden Betrieb oder bei einer Saaleinrichtung halte ich dies für einen Aufwand, der den Zeitgewinn sehr schnell wieder auffrißt. Ich schraube inzwischen einen Rechner nur noch auf, wenn es sein muss. Und erst wieder zu, nachdem ich getestet habe, dass er wieder läuft ...

        Freundliche Grüße

        Vinzenz