Hallo,
Der von Dir und Der Martin beschriebene Effekt erschließt sich mir nicht. Selbst wenn der Lichtbogen ein Supraleiter wäre, wäre er nur zum Rest des Glühfadens und allem anderen in Reihe geschaltet.
nein, das ist ein Trugschluss. Sobald der Lichtbogen einmal zündet und das Gas ionisiert, reicht er plötzlich locker direkt von einem Halter bis zum anderen, zwischen denen mal der Wolframdraht hing. Der Rest vom Glühdraht hängt dabei einfach irgendwo in der Gegend rum und spielt elektrisch keine Rolle mehr.
Das Tückische an einer Funkenstrecke bzw. einem Lichtbogen ist ja gerade, dass zum Zünden zwar eine hohe Feldstärke nötig ist (also der Quotient aus Spannung und Abstand), nach dem Zünden aber eine viel geringere Feldstärke ausreicht, um den Lichtbogen aufrecht zu erhalten. Man kann also nach dem Zünden entweder die Spannung senken oder den Abstand erhöhen, ohne dass der Lichtbogen abreißt. Kann dir jeder Elektroschweißer bestätigen. ;-)
Bei einer mechanischen Zerstörung, bei der die Drähte, zwischen denen sich der Glühfaden befindet, in Kontakt kommen, steigt der Strom natürlich erheblich an. Aber das sollte die Ausnahme sein.
Allerdings. Von so einem Fall habe ich noch nicht gehört.
Ciao,
Martin
Lieber blau machen, als sich schwarz ärgern.
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