Hi,
ich häng' mich einfach mal hier rein, ist nicht speziell auf Dich Mathias.
- Kann man solche Layer den IE-Benutzern zumuten? (Meiner Meinung nach ja)
- Es ist nichts kindischer als jemanden zu belehren, der nicht darum gebeten hat - außer man bekommt es wirklich gut bezahlt...
Wieso ist das eine Ausnahme von der Regel? >;->
- Du könntest Dir einigen Ärger einhandeln, wenn Du Dir nicht sehr gut überlegst, was Du da schreibst.
Microsoft betreibt keine "Kleinkriege", das wäre unökonomisch. Solange er also bei der Wahrheit bleibt und nicht beleidigend wird ist nicht viel zu befürchten.
- Ist der IE für bestimmte Bereiche ein gutes Arbeitsinstrument.
Die wirkliche Bandbreite an Anwendungen des IE findet im Intranet statt. Dann aber auch mit Pfeifen und Schellen und dem Gong noch dazu - alles ist eingeschaltet: Javascript, ActiveX usw. Macht ja auch nix, ist ja nur im Intranet.
Im Gegensatz zum Namen ist der IE nicht für die Benutzung außerhalb eines streng überwachten Intranets geeignet. Dort gibt es für ihn aber jede Menge fertiges Material (COTS und auch Freies) und billige Programmierer. Für den Mozilla, trotz XUL, gibt es aber noch nicht allzuviel. Bie der Kosten/Nutzen Analyse könnte also der IE trotz der höheren sekundären Kosten gewinnen, das hast Du ganz recht.
Dafür muß dann auch das Intranet ordentlich abgesichert werden und damit verdiene ich mein Geld. Wäre alles so sicher wie Abrahams Schoß müßte ich mir doch glatt richtige Arbeit suchen ;-)
- Der Mangel an Sicherheit ist nicht nur einfach ein Bug des IE, sondern beruht darauf, dass die Anwender ihren ganzen Windows-Krempel integrieren können und dies vielleicht auch wollen. Warum hast Du keinen Respekt vor dieser Entscheidung?
Solange ich selber nicht von deren Entscheidungen betroffen bin, können die machen, was sie wollen. Blöderweise bin ich das aber, wenn mal wieder über irgendeine Sicherheitslücke ein Riesencluster Spamserver an's Netz geht und es verstopfen.
Oder der Strom fällt aus, es wird zappenduster, kein Fernsehen, Langeweile macht sich breit ... wer kommt dann für die Alimente auf?
Ja gut, blöder Witz, 'tschuldigung.
Aber die ganzen Schädlingswarnungen erzeugen etwas, das ich gerne als "stark erhöhten Rauschgrund" bezeichen und zwar auf Security-Mailinglisten. Bei dem was da in letzter Zeit aufschlägt könnte man wirklich wichtige Sachen evt übersehen. Ein Exploit in OpenBSD (das ist aber _so_ unwahrscheinlich, das würde dann überall recht laut werden ;-) oder im Linux-Kernel, in Postfix, FreeDOS32 (wurde von mir gerne als zweites OS in Firewalls eingesetzt), Apache etc.
Wie wäre es also mit etwas Respekt zu den Mitbewohnern des Netzes?
Aber ganz seriös klingt das, was Du vorhast, dennoch nicht: Du bietest keine Site mit Infos zum IE an, die der Surfer gesucht hat, sondern überfaällst ihn mit Deiner Belehrung auf der Suche nach ganz anderen Dingen.
Auch wenn ich am Markstand stehe mir meine Ration Grünkohl abwiegen zu lassen, fände ich es nicht nur nett, wenn mich jemand auf meinen offenstehenden Hosenstall aufmerksam machte, ich würde mich sogar ein wenig enttäuscht fühlen, wenn man es nicht täte.
Aber als Popup? Puh, nä, so natürlich auch wieder nicht.
Wie willst Du die immer neu aktualisierten Infos zur (Un-)sicherheit des IE toppen? Willst Du die Funktionsweise von Schadprogrammen erklären? Wie oft kannst Du das aktualisieren?
Naja, also _so_ oft ist's nun auch wieder nicht, das kann man mit einem Drei-Schicht-Betrieb bequem nachhalten.
Aber etwas noch: warum diese schon fast pawlowsche Angst um seinen Hals, wenn man im Grunde nichts anderes macht als seine Unzufriedenheit mit einem Produkt öffentlich zu äußern?
Es ist alles erlaubt, was nicht verboten ist. Verboten sind Beleidungen, Lügen (!= Irrtümer), Aufrufe zu strafbaren Handlungen und einige Nazi-Schriften, -gedanken und -symbole.
Wie man sieht steht "Geschäft schädigen" nicht darunter.
so short
Christoph Zurnieden