Hallo,
Fahrradfahrenlernen gehört vor allem verboten, wenn man es mitten im öffentlichen Straßenverkehr tut, solange man noch nicht sicher ist.
Okay, dann lass uns das mal auf ein Szenario übertragen. Straßenverkehr wäre hier das Internet und der Park zum üben wäre dann der private Rechner.
guter Ansatz.
Wer also programmieren lernen will, muss sich Deiner Meinung nach, um keine Sicherheitslücken in seinem System mittels Webserver mit PHP wie xampp durch die Apache-Dokumentation quälen, um den Server erstmal sicher einzurichten. Default wird nämlich ein Port aufgemacht, womit er Teil des WWW werden könnte, was ja analog der öffentliche Straßenverkehr wäre...
Der Satz ist dir ziemlich entglitten, wodurch der Sinn vorlorengegangen ist.
Meintest du: Wer programmieren lernen will, muss sich erstmal darum kümmern, sein System (OS, Apache, PHP) sicher einzurichten?
Dann sage ich: Nein. Wäre kein Fehler, ist aber nicht der Punkt. Denn Programmieren kann man auch lernen, ohne je einen Kontakt zum Internet herzustellen. Ist am Anfang auch durchaus sinnvoll, IMHO.
Wenn man aber Programme schreiben will, die explizit mit dem Internet interagieren - dann ja, unbedingt. Dann halte ich eine Kenntnis der Protokolle und Netzwerkarchitekturen, die da beteiligt sind, für unbedingt erforderlich.
Mit Grundkenntnissen hat das schlichtweg gar nichts zu tun. Er müsste sich mit dem OS erstmal auseinandersetzten, möglicherweise Router-Doku - jedenfalls aber Firewall einstellen.
Selbstverständlich.
(Das ist doch der selbe Mechanismus des Systems Warenverkehr.)
Der Vergleich erschließt sich mir nicht. Warenverkehr heißt: Ich möchte etwas haben, stelle aber nach einem Blick auf mein Bankkonto fest, dass ich es mir nicht leisten kann, also muss ich es zurückstellen - oder Prioritäten ändern und andere Dinge zurückstellen, so dass ich die nötigen Mittel bereitstellen kann.
Oder Du würdest mehr für Deine implizierten Träume arbeiten müssen.
Oh. Okay. Passt nicht so richtig in meine Denkweise - ich definiere ein Minimum an Lebensqualität und Annehmlichkeiten, das ich haben will, und bemühe mich, nicht mehr Aufwand zu betreiben als erforderlich, um diesen Level zu halten (plus eine gewisse Reserve für Unvorhergesehenes).
Außer die Arbeit macht Spaß.
Hier im Vergleich müsste der OP sich mehr Wissen aneignen.
Ja, richtig.
Ja, genau: Er passt ein fertiges Script an. Er schreibt mit seinen Kenntnissen keine Applikation zur Abwicklung von bargeldlosen Zahlungsverkehr für das Internet. Daher solltest Du die Relationen nicht verdrehen.
Doch, durchaus. Sonst könnte ich ja auch lustig hergehen und die Heizung in meiner Wohnung nach eigenem Gutdünken umbauen, sind ja nur ein paar Rohre mit heißem Wasser drin.
Dass ich dabei aber die Funktion der Heizung fürs ganze Haus gefährde, dass ich die Energiebilanz des Gebäudes verändere, muss mich nicht interessieren?
Jemand, der eine Frage zu Farben stellt, wird hochtrabent "geholfen". Hast Du Dich beispielsweise mal um einen Verweis geschert, damit er eine gute Quelle zum nachlesen und verstehen hat?
Nein. Die Hinweise von Cheatah (gewohnt geheimnisvoll), bleicher (sehr knapp, aber auf den Punkt) und dedlfix (ein wenig didaktisch angehaucht) fand ich völlig okay und ausreichend.
Da kannst Du also noch so viel Kleingedrucktest propagieren, was, wie ich Dich anfänglich ja fragte keine Folianten füllen soll (womit wir dann bei der eigentlichen Widersprüchlichkeit dieser Argumentationskette wären)
Das ist kein Widerspruch. Ich gehe aber davon aus, dass sich jemand etwas Grundkenntnisse über ein Thema aneignet, bevor er sich aktiv damit befasst; die Informationen, die sich "am Wege" ergeben, aber intensiv verfolgt. Das ist jedenfalls meine Strategie.
Er würde hier doch nicht nach der Farbangabe fragen, wenn er diese kennen würde. Genau an diesem Punkt verlangst Du Wissen (wortwörtlich "Grundkenntnisse im Programmieren"), was die Frage überflüssig machen würde. Indirekt wirfst Du also jemanden vor, dass er hier fragt...
Nein, die Frage war ja okay. Aber mit der Info, 0x142864 sei eine in hexadezimal formulierte Farbangabe wie #142864 in CSS, fand ich die Frage erschöpfend beantwortet.
Wie oben schon ausgeführt, kann auch der xampp, der auf dem privaten Rechner daheim an Port 80 lauscht, teil des Internets sein.
Eben. Deswegen verlange ich von jemandem, der einen Apachen (potentiell) mit Zugang zum Internet betreibt, auch entsprechende Kenntnisse und halte es für verantwortungslos, wenn es von apachefriends.org als kinderleicht dargestellt wird, mit XAMPP einen eigenen Webserver einzurichten.
Abgesehen davon bist Du kein bisschen darauf eingegangen, dass jemand, der nicht selbst PHP zu konfigurieren hat, nur seine Daten gefährdet und nicht die des Systems oder des Internets. Die Relevanz Deiner Argumente ist also fraglich.
Die Begründung für diese vielleicht übervorsichtige Haltung hast du in deinem letzten Absatz selbst nachgeliefert:
Was mich jedenfalls bei vielen Fragen zu fertigen Scripten immer wieder erschreckte, war die schlechte Qualität der Scripte, die zum Teil sogar Sicherheitsprobleme verursachen könnte. Das ist aber ein anderes Thema.
Das ist nämlich *kein* anderes Thema, sondern der Punkt, den ich die ganze Zeit beschreibe.
So long,
Martin
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Wer im Steinhaus sitzt, soll nicht mit Gläsern werfen.