Moin,
diese Hybridantriebe sind mir suspekt. Betrachten wir mal den Energiefluss und die Energiebilanz:
Tank->VerbrennungsMotor->Generator->(PufferAkku)->Elektromotor
1 -> < 1 < 1 < 1 < 1
Vom Energiespeicher (Tank) ausgehend, sei der Wirkungsgrad 1 (Nullumsatz, Ausgangsbasis), an allen anderen Komponenten im Energiefluss ist der Wirkungsgrad kleiner als 1. Der Gesamtwirkungsgrad ist nicht etwa die Summe, nene, der ist das Produkt! Und somit noch viel kleiner als 1.
Was zum Teufel bring da ein Hybridantrieb, werden wir verarscht!?
Eine Sache verstehe ich jedoch: Beim Bremsen wird Energie verschwendet. Gute Idee, diesen Anteil zurückzuführen. Dies ist jedoch sehr abhängig von der individuellen Fahrweise und vom Verkehr. Logischerweise wird im Stadtgebiet mehr gebremst, auf der A1 weniger.
Bei einer durchnittlich Fahrweise, fallen in Stadtgebieten nach meiner Abschätzung etwa 20% der reingesteckten Energie Bremsvorgängen zum Opfer, auch wenn der geübte Fahrzeugführer eine flüssige Fahrweise anstrebt (dafür kriegt er zwar oft den Vogel gezeigt, aber egal).
Beim Zurückgewinnen der angenommenen 20% ist o.g. Kette
Generator(statt Bremse)->PufferAkku->Elekromotor
in Betracht zu ziehen. Mit hochgerechneten Wirkungsgraden von jeweils 0,8 ergibt sich ein Gesamtwirkungsgrad von 0,8*0,8*0,8 => rund 0,3
Summenbeispiel: Otto verbraucht 10 Liter / 100 km.
Verschwendung (Bremsen): 20%, macht 2 Liter.
Statt Bremsen werden diese 20% mit einem Wikungsgrad von 30% zurückgewonnen. Auf 10 Ltr Sprit umgerechnet sind das 0,2*0,3*10 => 0,6 Liter.
Selbst wenn wir als Bremsverschwendung 50% annehmen und beim Rechnen weniger Fehler machen, stellen diese Ergebnise den Hybridmotor in Frage, zumindest sehe ich das so. Habe ich was übersehen?
Hotti
Wer pisst, verliert.